Schneidebrett richtig ölen: Anleitung in 7 Schritten

Ein Holzbrett, das gut geölt ist, nimmt weniger Wasser und Gerüche auf, reißt nicht so leicht und sieht jahrelang schön aus. Das Ölen dauert nur ein paar Minuten. Hier erkläre ich dir, wann dein Brett Öl braucht, welches Öl geeignet ist und wie du Schritt für Schritt vorgehst.

Woran erkenne ich, dass mein Schneidebrett Öl braucht?

  • Das Holz sieht hell, grau oder stumpf aus.
  • Wassertropfen perlen nicht mehr ab, sondern ziehen sofort ein.
  • Die Oberfläche fühlt sich rau oder trocken an.

Als Faustregel gilt: Ein neues Brett ölst du in den ersten Wochen öfter, danach reicht es meist alle 4 bis 8 Wochen, je nachdem, wie oft du es benutzt und spülst. Stirnholz-Bretter saugen mehr Öl auf als Längsholz-Bretter und freuen sich über etwas häufigere Pflege.

Welches Öl ist das richtige?

Geeignet sind lebensmittelechte Öle, die ins Holz einziehen und dort aushärten, zum Beispiel Leinölfirnis oder reines Leinöl. Wir behandeln alle unsere Bretter in der Werkstatt mit lebensmittelechtem Leinölfirnis.

Nicht geeignet sind normale Speiseöle wie Oliven- oder Sonnenblumenöl. Sie härten nicht aus, bleiben klebrig und können mit der Zeit ranzig riechen.

Schneidebrett ölen: Schritt für Schritt

  1. Reinigen: Brett mit warmem Wasser und etwas Spülmittel abwaschen und gut abtrocknen.
  2. Trocknen lassen: Das Brett muss komplett trocken sein, am besten über Nacht stehend.
  3. Bei Bedarf anschleifen: Ist die Oberfläche rau oder hat leichte Schnittspuren, schleifst du sie mit feinem Schleifpapier (Körnung 180 bis 240) in Faserrichtung glatt und wischst den Staub ab.
  4. Öl auftragen: Etwas Öl auf ein fusselfreies Tuch geben und dünn auf alle Seiten auftragen, auch auf Kanten und Unterseite.
  5. Einziehen lassen: 15 bis 30 Minuten warten. Stellen, die schnell trocken aussehen, noch einmal nachölen.
  6. Überschuss abnehmen: Mit einem sauberen Tuch alles abwischen, was nicht eingezogen ist. So bleibt nichts klebrig.
  7. Aushärten lassen: Das Brett mindestens 24 Stunden luftig stehen lassen, bevor du es wieder benutzt.

Wichtig: Tücher mit Leinöl können sich beim Trocknen von selbst entzünden. Breite sie nach dem Ölen flach im Freien zum Trocknen aus oder lege sie in ein Glas mit Wasser und verschließe es.

Die häufigsten Pflegefehler

  • Spülmaschine: Hitze und lange Nässe lassen das Holz quellen und reißen. Bitte immer von Hand spülen.
  • Nass liegen lassen: Nach dem Spülen das Brett abtrocknen und hochkant stellen, damit beide Seiten trocknen.
  • Zu viel Öl auf einmal: Lieber öfter dünn ölen als einmal dick. Überschüssiges Öl wird klebrig.

Alles in einem Set

Damit du nicht lange suchen musst, gibt es unser Holzpflegeset mit Leinölfirnis. Damit hast du alles zusammen, um deine Schneidebretter und andere Küchenhelfer aus Holz zu pflegen.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte ich mein Schneidebrett ölen?
Ein neues Brett in den ersten Wochen etwa einmal pro Woche, danach meist alle 4 bis 8 Wochen oder sobald das Holz trocken und hell aussieht.

Kann ich Olivenöl nehmen?
Besser nicht. Olivenöl und andere Speiseöle härten nicht aus und können ranzig werden. Nimm lieber lebensmittelechten Leinölfirnis oder Leinöl.

Wie lange muss das Öl trocknen?
Mindestens 24 Stunden, bevor du das Brett wieder benutzt.

Muss ich auch die Unterseite ölen?
Ja. Wenn du nur eine Seite ölst, nimmt das Brett ungleichmäßig Feuchtigkeit auf und kann sich verziehen.

Noch Fragen zur Pflege? Schreib mir, ich helfe dir gern. Und wenn du ein neues Lieblingsbrett suchst: Hier findest du unsere handgemachten Schneidebretter aus Siegen.

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